Kategorie: Allgemein

Endlich wieder normale Tage oder die Feiertage sind vorbei

Vorsicht: Dieser Text könnte Sarkasmus und überspitzte Darstellungen enthalten. Das persönlich nehmen dieser Zeilen kann zu Verbitterung und Falten im Gesicht führen.

Die Feiertage sind vorbei. Geht es euch auch so, dass ihr euch irgendwie darüber freut? Freu, dass der Alltag wieder da ist und ihr alleine essen könnt?

Ich meine es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne zu meiner Familie fahren, aber es ist doch jedes Jahr wieder mit Stress verbunden. Zum einen ist es wirklich positiver Stress denn man sieht alle mal wieder, aber es schwingt auch immer ein bisschen komisch anderer Stress mit. Ich hoffe diesen Text versteht jetzt keiner falsch, ich mag meine Familie und meine Freunde sehr. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn wir anfangen zu planen wann wir wohin fahren, ob wir mit dem Auto fahren und wen wir alles besuchen. Ich bin gerne bei Ihnen, da ich sie das ganze Jahr nicht sehen kann.

Wenn da nur nicht dieses eine lästige Thema wäre, dass immer wieder diskutiert wird. Essen!

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Und was isst du

Ich glaube jeder der irgendwann angefangen hat seine Ernährung auf vegetarisch umzustellen hat diese Erfahrung schon einmal gemacht. Oder macht sie wahrscheinlich ständig…! Egal wo man eingeladen ist, mit wem man sich trifft und wo man zusammen isst, immer wieder kommt dieser eine einzige Frage. „Was isst du eigentlich?“

Grundsätzlich finde ich es von allen wirklich, wirklich, wirklich sehr nett, aber müssen wir das jedes Jahr aufs Neue durchdiskutieren? Ich finde schon etwas zum Essen, im schlimmsten Fall nehme ich mir einfach, dass was vegetarisch ist.

Ich gehöre ja zu dem Vegetarier, denen ist im Prinzip total egal ist was sie essen, Hauptsache kein totes Tier! Grundsätzlich ja eigentlich gar nicht so schwierig, oder? Also als ich angefangen habe mich vegetarisch zu ernähren, stand für mich natürlich am Anfang auch meine Frage: „Was isst du jetzt eigentlich?“ Diese Frage ist aber sehr schnell wieder verschwunden, denn es gibt so viele Lebensmittel die nichts mit toten Tieren zu tun haben, die Auswahl ist einfach riesig.

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Der tote Vogel in meinem Gesicht

Wie jedes Jahr an Heiligabend, gibt es bei der Familie meines Freundes Hähnchen mit Pommes und Gemüse. Das war schon immer so und daran wird sich vermutlich auch nie etwas ändern. Und ich möchte daran auch nichts ändern! Denn ich bin die einzige, die vegetarisch lebt.

issionieren, also anderen vorschreiben wie sie ihre Ernährung umstellen sollten, ist nicht so mein Ding. Ich denke mir immer Still und heimlich, dass die Leute ja gar nicht wissen was ihnen entgeht. Naja o. k., manchmal sag ich es auch. Aber schließlich wird man ja auch ständig provoziert! Ich meine mal ganz ehrlich, was soll ich schon antworten, wenn mir jemand sagt, dass er sich in meinem Leben noch nie so gut gefühlt hat wie zu der Zeit, als er im Urlaub in Australien jeden Tag ein Steak gegessen hat!? O. k. in dem Fall habe ich tatsächlich nichts gesagt. Aber da fehlten mir einfach die Worte und ich habe weiter in meiner Sauce gerührt.

Aber zurück zu dem toten Vogel. Ich hatte gerade mein Frühstück verdrückt und da stand auch schon die Planung für das Abendessen am Heiligen Abend an. Die Frage die sich mir da häufig stellt, wenn es jedes Jahr das Gleiche gibt, was muss man da noch planen? Gute Miene zum bösen Spiel gemacht und mitgeplant! Es wäre ja gelacht, wenn wir es nicht schaffen auch in diesem Jahr für alle wieder einen Vogel mit Pommes und Gemüse auf den Tisch zu bekommen. Mein Part bei dem ganzen Essen ist natürlich… Na wer errät es…? Pommes mit Gemüse…! Richtig!

Komisch oder? Naja die ganze Planerei ist eigentlich nicht das Schlimmste. Ich kann ja verstehen, dass ein Essen für sechs Personen ein bisschen koordiniert werden muss. Aber warum zur Hölle muss man dem Vegetarier dann auch noch den toten Vogel jedes Jahr aufs Neue unter die Nase halten? Denn mit einem galenten Schwung aus der Küche landete am Heiligen Morgen der noch nackte, rohe, tote Vogel vor meinem Gesicht. Die Frage: „Sieht der nicht gut aus? Es ist auch Bio.“ Hat mir nur ein: „Hmmmmhmmm…“ abgerungen.

Vegetarisches Schnitzel

Da eine Mahlzeit mit Pommes und Gemüse irgendwie scheinbar nicht als vollwertig gilt, muss für den Vegetarier irgendwas Anderes her. „Kristin, sag mal möchtest du Fisch?“ „Nein danke!“ Ich habe diese Frage schon des Öfteren beantwortet. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich Fisch abgelehnt habe.

Zur Beruhigung aller bin ich ausgezogen und habe mir bei Famila vegetarisches Mühlenschnitzel von Rügenwalder gekauft. Oh Gott Rügenwalder, höre ich jetzt schon die Vegetarier Fraktion rufen. Ein Konzern, der tierischen Produkte herstellt und vertreibt sollte nicht geschützt werden. Aber mal ganz ehrlich, gerade die Tatsache, dass ein solcher Konzern versucht einen anderen Weg zu gehen ist es doch wert unterstützt zu werden, oder? Und dabei ist es mir persönlich total egal ob die Jungs von Rügenwalder damit Geld machen wollen oder nicht. Sie bieten eine Alternative zu Fleisch die für meinen Geschmack gut schmeckt. Vielleicht nicht ausnahmslos jedes Produkt, aber der Großteil. Ob man nun einen Ersatz für das Schnitzel auf dem Teller benötigt oder nicht, ist eine ganz andere Sache. Grundsätzlich würde ich sagen man braucht es nicht aber es beruhigt das eigene Umfeld ungemein. Gerade an so Tagen wie Weihnachten.

Wir essen ja gar nicht so viel Fleisch

Ich glaube der Satz „Wir essen ja gar nicht so viel Fleisch!“ Ist einer der meistgesagten Sätze in Gegenwart eines Vegetariers. Jeder fühlt sich dazu benötigt einem Vegetarier die eigenen Essgewohnheiten zu erklären und sich irgendwie dafür zu rechtfertigen, dass er Fleisch isst. Geht es nur mir so, oder ist als euch das auch total egal? Ich möchte gar nicht wissen welche Essgewohnheiten anderer so haben und habe in meinem ganzen Leben auch noch nie danach gefragt. Den einzigen Gedanken, die ich bei diesen Satz habe ist die Frage, ob die Leute sich ihres Konsums tatsächlich bewusst sind. Denn in der Tat vergessen die meisten die Scheibe Wurst am Morgen, die Leberwurst am Abend oder den kleinen Knacker zwischendurch.

Wenn die Leute dann auch noch Anfang aufzuzählen, was sie in den letzten Tagen an Fleisch gegessen haben ertönt in meinem Kopf so etwas wie ein „huiiiiiiiiiiiii!“ Und ich bin ganz weit weg.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen, wenn auch sehr verspätet, noch ein frohes neues Jahr und hoffe ihr hattet ein so schönes Weihnachtsfest wie ich.

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Die hier dargestellten Ereignisse haben sich in dieser Form nicht für alle so zugetragen. Die tatsächlichen Ereignisse sind von jedem subjektiv zu beurteilen. O. k. ich habe es auch etwas ausgeschmückt. 😉

Eingebauter Rückenwind – Mein Stöckli e.t. Testbike

Stöckli e.t. eBike

Ich liebe ja Produkttests und bin seit ich mein BWL-Studium gemacht habe bin ich auf dieser tollen Seite angemeldet. TRND ist eine Plattform, die in unregelmäßigen Abständen Personen sucht, die bestimmte Produkte testen. Bisher waren es häufig Kosmetikartikel oder auch schon mal ein Fertiggericht.
Aber als ich von diesem Test gelesen habe, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Da habe ich doch tatsächlich ein Bewerbungsticket (so heißen die Testaufrufe) für ein eBike bekommen. Weiterlesen

Das Hiltl in Zürich – Alt, aber nicht verstaubt

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Eigentlich wollte ich nur ein paar Bilder machen. Wie es sich gehört habe ich vorher per Mail eine Anfrage gesendet und war mehr als überrascht von der Antwort. Aber seht selbst.

Das Hiltl ist das älteste vegetarische Restaurant der Welt. Gegründet 1898 steht es zu recht im Guinness Buch der Rekorde. Dieser Erfolg allein, macht das Hiltl aber noch lange nicht zu dem was es ist. Es ist viel mehr das Konzept und das Ambiente, dass einen beim Betreten des Haupthauses in der Sihlstraße umgibt. Weiterlesen

Frühstückshit – Omas Apotheke in Hamburg

Omas Apotheke

Omas Apotheke im Schanzenviertel in Hamburg war mehr ein Zufall als eine gezielte Suche nach einem Ort an dem man Frühstücken kann. Gesucht bei Tripadvisor, in der Hoffnung am späten Morgen in Hamburg noch frühstücken zu können. Gefunden im Schanzenviertel, mit dem Ziel bei jeder Gelegenheit wieder hier zu frühstücken. Weiterlesen